Work and Travel

Working Holiday - Work Experience - Work and Travel

Work & Travel ist die wohl flexibelste und unabhängigste Art von Auslandsaufenthalt, um Land und Leute kennenzulernen. Wie die Bezeichnung schon sagt, liegt der Schwerpunkt des Work & Travel Programms auf dem Jobben und Reisen im Zielland. Durch Gelegenheitsjobs vor Ort finanziert man sich die Reise durch das Land. Die Jobs, die in dieser Zeit angenommen werden, beinhalten meist einfache Tätigkeiten in der Gastronomie, der Landwirtschaft oder im Eventbereich. Die meisten Work & Travel-Reisenden übernachten in Hostels, in ihren vor Ort gekauften Autos oder Zelten. Plant man einen längeren Aufenthalt in einer Stadt, besteht natürlich auch die Möglichkeit, sich eine eigene Wohnung oder, die finanziell sicher günstigere Variante, eine WG zu suchen. Viele Backpacker schließen sich beim Reisen mit anderen zusammen, einige bevorzugen jedoch auch die Freiheit und Unabhängigkeit des Alleinreisens.
Für Österreicher ist derzeit nur die Teilnahme an einem klassischen Work & Travel – Programm innerhalb der EU, Neuseeland und Südkorea möglich, da Österreich bisher lediglich ein Working-Holiday-Abkommen mit diesen Ländern hat.

 

Voraussetzungen
Für ein Work & Travel-Programm muss man volljährig sein. Außerhalb der EU kommen zudem bestimmte Altersgrenzen durch unterschiedliche Visabestimmungen zum Tragen. In Neuseeland und Südkorea liegt die Altersgrenze bei Visabeantragung bei 30 Jahren. Man sollte sich rechtzeitig um die Beantragung eines Visums kümmern, da für Neuseeland beispielweise pro Jahr lediglich 100 Working-Holiday-Visa ausgestellt werden. Bewerben kann man sich für die begehrten Visa alljährlich im April. Weitere Infos zum Working-Holiday-Visum erhält man auf den Websites der jeweiligen Botschaften.

Zielländer
Derzeit ermöglichen ausschließlich Neuseeland, Südkorea, Israel, Japan und Chinesisch Taipeh (Taiwan) österreichischen Staatsbürgern einen sechsmonatigen Work & Travel-Aufenthalt durch ein Working-Holiday-Abkommen und Hong Kong lediglich einen dreimonatigen Work & Travel-Aufenthalt. Dennoch besteht häufig die Möglichkeit, auch in anderen Ländern Reisen und Jobben ohne Working-Holiday-Visum zu kombinieren.
USA: In den USA können eingeschriebene Studenten mit einem speziellen Visum in den Sommermonaten Gelegenheitsjobs annehmen und einen Monat lang durchs Land reisen.
Kanada: Auch mit Kanada gibt es kein WHV-Abkommen. Österreicher erhalten aber durch Programme wie „Young Professionals“  oder „International Co-op (Internship)“ die Möglichkeit, vor Ort zu jobben und zu reisen, sofern sie die notwendigen Voraussetzungen erfüllen.
Australien: Obwohl Österreich auch kein Abkommen mit Australien hat, dass Österreichern die Teilnahme an einem Working-Holiday-Programm ermöglicht, gibt es auch hier Alternativen zum klassischen Programm. Eine mögliche Option wäre ein Farmaufenthalt, beispielsweise durch sogenanntes Wwoofing. WWOOF steht für "World-Wide Opportunities on Organic Farms“ und ist ein Netzwerk spezieller ökologisch-wirtschaftender Farmen weltweit. Die teilnehmenden Farmen bieten Unterkunft und Verpflegung und verlangen im Gegenzug Mithilfe bei alltäglich anfallenden Arbeiten. Als „Wwoofer“ benötigt man kein Working-Holiday-Visum, erhält aber auch kein Gehalt.
Europa: Auch in Europa sind Work & Travel-Programme möglich, allerdings kann es hier mitunter schwierig werden, Jobs für kürzere Zeiträume zu finden. Ratsam wäre es also, sich hier für die Variante zu entscheiden, erst für längere Zeit zu arbeiten und im Anschluss dann auf Reisen zu gehen.

Kosten
Während eines Work & Travel-Aufenthaltes fallen natürlich Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Reisen vor Ort an. Bucht man ein Work & Travel-Programm über eine Organisation, sind im Programmpreis meist die An- und Abreise, persönliche Vorbereitung und Einführung und die ersten Übernachtungen nach der Ankunft inbegriffen. Da das bei den Gelegenheitsjobs verdiente Geld nicht immer dazu ausreicht, die laufenden Kosten zu decken, sollte man vor der Abreise genügend finanzielle Reserven angelegt haben. Die Höhe der Gesamtkosten hängt vor allem von der Art und Länge der Jobs, die man bekommt, von den Lebenshaltungskosten vor Ort und vom Umfang der Reiseaktivitäten ab.

Programmvarianten
Da ein Work & Travel-Programm sehr individuell gestaltet werden kann, gibt es hier vielfältige Varianten. Grundsätzlich sollte man sich überlegen, ob man die Reise mit einer Organisation im Hintergrund antritt, die bei der Vorbereitung hilft und als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung steht oder ob man sich das Abenteuer ganz alleine zutraut. Wer mit abgeschlossener Ausbildung, Berufserfahrung oder Referenzen von früheren Nebenjobs die Reise antritt, hat sicherlich größeren Erfolg bei der Jobsuche. Da Österreich bisher nur mit wenigen Ländern ein Working-Holiday-Abkommen hat, ist es österreichischen Staatsbürgern in diesen Ländern nicht möglich, an dem klassischen Work & Travel – Programm teilzunehmen. Dennoch gibt es Alternativen zum klassischen Work & Travel, die auch ohne Working-Holiday-Visum realisierbar sind, wie beispielsweise Farmaufenthalte, Au-Pair-Programme oder Praktika mit anschließendem Reisen.

 

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